Vom Taler bis zum Euro

Eine Chronik der Sparkasse Fröndenberg

Über 160 Jahre Sparkasse Fröndenberg kurz zusammengefasst.

 

Die Grundidee der Sparkassengründungen im 19. Jahrhundert war, „den unsicheren Sparstrumpf durch das sichere Konto abzulösen". Aufgabe der Sparkassen war es einerseits, kleine, mittlere und größere Geldwerte anzunehmen und zu verzinsen. Andererseits wollten die Sparkassen das Kapital ihrer Kunden sicher und volkswirtschaftlich richtig anlegen.

Vor allem aber galt es, den ärmeren Schichten die Möglichkeit zu geben, ihr erspartes Geld gezielt anzulegen, um für Zeiten des Verdienstausfalls bei Krankheit und für das Alter Vorsorge zu treffen, denn im Jahr 1852 gab es noch keine Sozialversicherung. Diese Hilfe für Arme blieb bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Hauptaufgabe der Sparkassen.

Initiator der Gemeindesparkasse in Fröndenberg war der Pfarrer der evangelischen Gemeinde, Dietrich Overbeck, geboren am 19. Januar 1812 im Unnaer Ortsteil Afferde. Der Bauernsohn kam 1838 als Pfarrer zur evangelischen Gemeinde in Fröndenberg. Er wollte die Lage der ärmeren Schichten in Fröndenberg durch die Gründung einer Sparkasse verbessern. Pfarrer Overbeck hatte Erfolg. Die Gemeinderäte des ehemaligen Kirchspiels Fröndenberg beschlossen die Gründung einer Sparkasse. Das Oberpräsidium für die Provinz Westfalen in Münster genehmigte die Gründung am 1. April 1852. Die Geburtsstunde der Sparkasse Fröndenberg war der 1. Juni 1852. Sie konnte für sich in Anspruch nehmen, die erste Gemeindesparkasse Westfalens zu sein.

Das Gründungsstatut besagte, dass die Sparkasse von den Einwohnern Fröndenbergs Einlagen von 10 Groschen bis 50 Taler annehmen konnte. Die Annahme höherer Einlagen musste von der Verwaltung genehmigt werden. Die Zinsen lagen bei 3,3 Prozent jährlich; Einlagen unter einem Taler wurden nicht verzinst. Wie heute gab es Kredite auch damals vorzugsweise gegen Sicherheiten: „Gegen sichere Hypothek auf Grundstücke" oder durch das Stellen eines Bürgen.

Erster Rechnungsführer (seinerzeit „Rendant") und damit Leiter der Sparkasse wurde der Lehrer Christian Friedrich Ackermann aus Langschede. Vorsitzender der Sparkassenverwaltung wurde Pfarrer Dietrich Overbeck.

Das erste Sparbuch

Minna Quast, geb. Bennemann, eine Nichte von Pfarrer Overbeck, war die erste Kundin der neuen Sparkasse. Sie eröffnete das erste Sparbuch. Auch zwei Tagelöhner gehörten zu den ersten Sparern. Insgesamt stellte die Sparkasse im Gründungsjahr 22 Sparbücher aus. Neben Privatkunden waren darunter die evangelischen Kirchen- und Armenkassen, die Kommunalkasse Langschede und der evangelische Schulfonds. Die ersten Kredite wurden an ärmere Einwohner ausgezahlt: An einen Knecht am 27. Juni 1852 150 Taler, später an einen Fröndenberger Fabrikarbeiter 160 Taler. Unter den Kunden finden sich in der Folgezeit ebenfalls viele Arbeiter und einfache Handwerker. 1875 waren mehr als die Hälfte, nämlich 95 von 177 Sparbüchern, im Besitz von Arbeitern.

Schon bald konnte die Sparkasse expandieren und ihren Kundenkreis ausweiten: Einlagen kamen aus den Orten des damaligen Kreises Hamm, aus den Kreisen Soest, Arnsberg und Iserlohn. Es gab sogar Kunden aus Dortmund, Düsseldorf und Berlin. Während die Zahl der Sparer stetig stieg, bestand nur eine geringe Nachfrage nach Krediten. Um das vorhandene Kapital „arbeiten" zu lassen, legte die Sparkasse Fröndenberg regelmäßig Geld bei der Provinzial-Hilfskasse in Münster, der späteren Landesbank, an. Die Summe der Einlagen stieg in den Folgejahren kontinuierlich weiter an. 1874 zählte das Geldinstitut bereits 1006 Sparbücher - gegenüber 22 im Gründungsjahr.

Für die Sparkasse sollte das Gemeinwohl an erster Stelle stehen. Dementsprechend wurden die Zinsüberschüsse verwendet. Wohin die Gewinne in den frühen Jahren flossen, lässt sich heute allerdings nicht mehr genau nachvollziehen. Zumindest in Teilen wurden die Überschüsse zur Finanzierung des Straßenbaus genutzt. Ferner wurden Mittel für den Bau der Ruhrtalbahn verwendet. Durch sie wurde Fröndenberg am 1. Mai 1870 Bahnstation, ein wichtiges Datum für die weitere Entwicklung der Gemeinde. In diesem Jahr wurde mit dem Fröndenberger Landwirt Ludwig Lange ein Mann Sparkassenleiter, der die Entwicklung des Kreditinstituts in den nächsten drei Jahrzehnten prägte.

Mitte der 1870er-Jahre weitete das heimische Kreditinstitut das Aktivgeschäft aus. Immer mehr Kunden erhielten Darlehen, darunter viele Gemeinden und Städte aus der Umgebung.

1874 kam das Aus für den altehrwürdigen Taler: Er wurde am 1. Januar 1875 durch die Mark ersetzt. Damit endete die umständliche Rechnung mit einem Taler zu 30 Silbergroschen zu je 12 Pfennigen. Von nun an gab es die Mark mit 100 Pfennigen. Im Zuge der einsetzenden Industrialisierung wandelte sich ab 1875 die Philosophie der Sparkasse. Der Schwerpunkt der Arbeit lag nicht mehr allein in der Fürsorge für die ärmeren Bevölkerungsschichten. Nun gewann auch der Dienst für die Wirtschaft an Bedeutung.

Der Sparkassenleiter wurde mit einer Beteiligung von 25 Prozent an den Zinsüberschüssen bezahlt. Auf diese Weise verdiente er 1875 noch 2600 Reichsmark, 1890 bereits 10.000 Mark - für damalige Verhältnisse ein sehr gutes Jahreseinkommen.

1875 war auch das Jahr der Gründung der Amtssparkasse in Langschede. In ihr schlossen sich die 15 übrigen Gemeinden des Amtes Fröndenberg zusammen.

Die Entwicklung der Einlagen verlief auch im Zeitalter der Reformen des 19. Jahrhunderts positiv. 1890 zählte die Gemeindesparkasse Fröndenberg 1855 Sparbücher. Die Summe der Gesamteinlagen lag bei 3,6 Millionen Mark.

In diesem Jahr wurde das Sparkassenwesen grundlegend reformiert. Ein neues Statut musste her, die alten Sparkassenbücher wurden abgeschafft. Aufgrund des Kundenansturms waren sie einfach nicht mehr zweckmäßig.

Ein weiterer wichtiger Faktor des Wandels war die zunehmende Konzentration wirtschaftlicher Macht. Hunderte von Banken verschmolzen zu wenigen Großinstituten. Eine Entwicklung, die auch die Sparkassen zu neuen Strukturen zwang. Dies geschah durch die Bildung von Verbänden. Solche Verbände hatten für den Rheinisch-Westfälischen Bereich bereits seit 1881 bestanden. Fröndenberg trat dem „Rheinisch-Westfälischen Sparkassenverband" jedoch erst 1913 bei.

Für die Entwicklung der Sparkasse bedeutend war die Tatsache, dass die ortsansässige Industrie sich nun entwickelte und verstärkt mit dem Geldinstitut in Verbindung trat. Die Sparkasse ihrerseits bemühte sich nach Kräften, mit der heimischen Industrie sowie mit Handwerk und Handel zusammenzuarbeiten. Eine Geschäftsidee, die für das Kreditinstitut bis heute selbstverständlich ist.

Zwar verlagerte sich der Geschäftsschwerpunkt der Sparkasse, aber nach wie vor blieb das Gemeinwohl ein Bestandteil des Wirkens vor Ort. Der Gemeinde kamen Teile des Jahresüberschusses der Sparkasse zugute, die im Jahr 1896 z.B. zum Bau der Wasserleitung verwendet wurden. Darüber hinaus gab die Sparkasse der Gemeinde regelmäßig größere Kredite.

Nach der Jahrhundertwende führte die Sparkasse einige weitere Neuerungen ein, die im Zeitalter des Internets fast altmodisch erscheinen: 1908 wurden die Barbestände gegen Einbruchdiebstahl versichert, 1910 erhielt die Sparkasse einen Telefonanschluss. 1913 wurden „Heimspardosen" eingeführt.

Nach 33 Jahren im Amt legte Ludwig Lange am 1. Juli 1903 die Sparkassenleitung nieder. Sein Nachfolger wurde Wilhelm Goecke. Dem Wechsel an der Spitze folgte der Wechsel des Gebäudes. Die Sparkasse zog aus dem Haus Ludwig Langes an der Alleestraße, in dem sie seit 1890 untergebracht war, in das Haus des neuen Sparkassenleiters Wilhelm Goecke an der Wilhelm-Feuerhake-Straße.

Die Zeit bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs im Jahre 1914 bezeichnet Erich Lülff, Autor der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Sparkasse und Verfasser von lokalhistorischen Schriften, als „goldene" Zeit der Sparkasse. Doch auch danach ging es ständig bergauf.

1915 zog die Sparkasse erneut um: Sie wickelte ihre Geschäfte nun in der Bahnhofstraße im Haus Kieper-Rubarth ab.

Es war wieder Zeit für einschneidende Modernisierungen: Am 1. Januar 1916 wurde der Scheck- und Giroverkehr eingeführt. Eine Rechenmaschine hatte die Sparkasse schon vorher angeschafft.

Im Zuge der Inflation musste die Gemeindesparkasse Fröndenberg Notgeld ausgeben. Im August 1923 gab es Scheine zu l, 2, 5 und 10 Millionen Mark, im Oktober zu je 5, 10, 20 und 50 Milliarden, im November nur noch Scheine zu je einer Billion Mark. Insgesamt wurden 20.770 Billionen Mark in Umlauf gesetzt. Nach der Inflation knüpfte die Sparkasse wieder an den positiven Trend aus der Vorkriegszeit an. Das lange geplante Sparkassengebäude an der Bahnhofstraße, das heutige Rathaus, wurde gebaut. 1925 zog die Sparkasse in den Neubau ein.

Auch in der Zeit der NS-Herrschaft wuchsen die Einlagenbestände. Die Spareinlagen stiegen sogar während des 2. Weltkriegs, da der Mangel an Konsumgütern einen großen Geldüberhang bewirkte.

Die Auswirkungen des Krieges spürte die Gemeindesparkasse in besonderem Maße bei der Möhnekatastrophe in der Nacht zum 17. Mai 1943. Die Geschäftsräume standen unter Wasser. Die Sparkasse musste einige Tage geschlossen werden. Der Schlamm war überall. Beim Bombenangriff des 12. März 1945 entstanden in Fröndenberg schwerste Schäden. Das Sparkassengebäude wurde aber nur leicht beschädigt.

Als sich im April 1945 die US-Truppen näherten, hoben viele Kunden ihre Gelder ab. Wegen der unterbrochenen Versorgungswege trat eine Bargeldverknappung ein. Das Phänomen war jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits im Mai 1945 wendete sich das Blatt wieder.

Der alte Sparkassenvorstand wurde 1945 abgesetzt. Anderthalb Jahre war die Gemeindesparkasse ohne Vorstand. Erst am 10. Januar 1947 wurde ein neuer gebildet.

Am 20. Juni 1948 löste die Deutsche Mark die Reichsmark ab.

Sparer wurden dabei im Vergleich zu Besitzern von Sachwerten benachteiligt. Die Umstellung der Sparguthaben erfolgte im Verhältnis 10:1. Aber: Mit der Währungsreform wurde die Grundlage für das Wirtschaftswunder der 50er-Jahre gelegt. Mit dem wirtschaftlichen Neubeginn ergaben sich für die Sparkasse weitere Veränderungen: Sie berücksichtigte das veränderte Sparverhalten für zeitnahe Zwecke und bot Prämien- und Versicherungssparen, die Vermittlung von Bausparverträgen sowie weitere Dienstleistungen rund um das Geld an.

Mit dem Wirtschaftswunder und dem Neubeginn nach dem zweiten Weltkrieg trat für die Sparkasse ein rasanter Wandel im Geschäftsleben ein. Dieser Prozess dauert bis heute an. Ein Zeichen für die grundlegend geänderte Situation war, dass der Anteil der Girokonten nun erheblich anstieg, unter anderem durch die Einführung der bargeldlosen Lohn- und Gehaltszahlung.

Am 4. November 1952 feierte die Sparkasse das 100-jährige Bestehen. Beim Festakt im Sitzungssaal des Sparkassengebäudes an der Bahnhofstraße erklärte Sparkassendirektor Robert Eisermann den Erfolg der Sparkasse:

„ Obwohl Fröndenberg zum Gebiet des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk (heute Kommunalverband Ruhrgebiet, d. Verf.) gehört, werden Sie, verehrte Gäste, bei Ihrer Anfahrt in der Nähe keinen Förderturm oder Hochofen gesehen haben, wohl aber werden Sie vielleicht noch beeindruckt sein von mancherlei landschaftlichen Reizen, die in der Nähe einem schönheitsdurstigen Auge in vielerlei abwechslungsreichen Bildern sich bieten. Die besondere Struktur dieses Teiles des Ruhrgebietes ist aber weniger in landschaftlicher als vielmehr in wirtschaftlicher Beziehung bemerkenswert."

Der damalige Sparkassenleiter hob auch hervor, welche Faktoren die wirtschaftliche Stärke Fröndenbergs ausmachten: „Eine alte bodenständige Papier- und Kettenindustrie, eine Fabrik von Weltruf in der Herstellung von Fahrradteilen, ferner eine bedeutende Kartonagenfabrik, ein gut entwickelter Handwerkerstand sowie eine Anzahl bäuerlicher Groß-, Mittel- und Kleinbetriebe geben Fröndenberg und seiner Umgebung ein besonderes Gepräge."

Auf die Vorzüge Fröndenbergs und die Leistungen der Sparkasse ging auch der damalige Vorsteher des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes, Dr. Fischer, ein, als er seine Glückwünsche zum Jubiläum übermittelte:

„Diese Glückwünsche, die spreche ich umso herzlicher aus, als es sich ja hier bei der Gemeindesparkasse Fröndenberg um eine Sparkasse handelt, die in unserem Verbande in einem besonders guten Ruf steht. Sie steht deshalb in einem besonders guten Rufe, weil wir wissen, dass Ihre Sparkasse, so wie Sie es vorhin in Ihrer Festrede hervorgehoben haben, ein besonders intensives, detailliertes und herzliches Verhältnis zur Bevölkerung und zu ihren Kunden pflegt."

Kurz gesagt: Die Sparkasse stand und steht bis heute mit beiden Beinen in der Region.

Die Stimmung bei der Jubiläumsfeier war prächtig. Die Redner blickten zufrieden zurück und optimistisch in die Zukunft. Wie wir heute wissen, war der Optimismus berechtigt. Das „Wirtschaftswunder" der 50er-Jahre hatte begonnen. Auch für die Gemeinde Fröndenberg ging es bergauf. Sie war am 1. November 1952 Stadt geworden. Für die Gemeindesparkasse brachte dies eine Veränderung: Sie hieß nun Stadt-Sparkasse. Bis 1956 befand sich das Sparkassengebäude im Haus an der Bahnhofstraße 2 (heute das Rathaus I). Dann bezog die Sparkasse den Neubau an der Ruhrstraße. Dort blieb die Hauptgeschäftsstelle bis 1987. Heute ist in dem Gebäude das Rathaus II untergebracht.

1958 wurde der bisherige Sparkassenvorstand, das politische Aufsichtsgremium also, in Sparkassenrat umbenannt. Seit 1970 heißt das Aufsichtsgremium Verwaltungsrat.

Die Sparkassenleitung wurde 1958 in einen zweiköpfigen Sparkassenvorstand umgewandelt. Beide üben „kollektiv" die Leitung der Sparkasse aus.

1968 fusionierte die Sparkasse mit der Amtssparkasse Dellwig-Langschede. Nach diesem Schritt gehörte kurzfristig mit Gustav Kleinjung ein drittes Vorstandsmitglied zur Sparkassenspitze. Im Zuge der Fusion übernahm die Sparkasse auch die Geschäftsstelle der Amtssparkasse in Warmen.

Im Jahr 1969 stellte die Sparkasse Fröndenberg der Öffentlichkeit eine Innovation vor: die „Fahrbare Zweigstelle". Dabei handelte es sich um einen Bus, der zur Sparkassenfiliale umgebaut worden war. Diese mobile Zweigstelle war bis 1978 täglich im Einsatz. Die jeweiligen Leiter der Zweigstelle auf Rädern saßen bei ihren Rundfahrten selbst hinter dem Steuer. Die mobile Sparkasse hielt 1977 an neun Orten: Bentrop, Bausenhagen, Ostbüren, auf dem Mühlenberg, Dellwig, Frömern, Hohenheide, Altendorf und Strickherdicke.

Die Geschäftsstellen an der Unnaer Straße und in Westick wurden 1969 eröffnet. Letztere wurde inzwischen durch eine Selbstbedienungs-Geschäftsstelle mit Geldautomat ersetzt. Die Zweigstelle an der Unnaer Straße wurde 1987 geschlossen. Nach erfolgreich verlaufenen Tests mit der mobilen Geschäftsstelle wurde 1976 die Geschäftsstelle in Ardey eröffnet.

1977 feierte die Sparkasse ein weiteres Jubiläum. Nun konnte das Kreditinstitut auf eine 125-jährige Geschichte zurückblicken. Die Jubiläums-Medaille zierte die Jubiläumszeitung, die zur 125-Jahr-Feier von der Sparkasse herausgegeben wurde. Motto: „125 Jahre - Ihr Partner, wenn's ums Geld ging". Nachempfunden wurde der Text dem bekannten Slogan „Wenn's ums Geld geht Sparkasse".

Stolz blickte man auf das Geleistete zurück: Die Sparkasse hatte eine Bilanzsumme von 100 Millionen DM erreicht.

Dem größten Kreditinstitut Fröndenbergs kam nach der Währungsreform des Jahres 1948 großer Anteil am Wiederaufbau der Stadt zu. Die Sparkasse half mit Geldern und Krediten sowohl Handel und Wirtschaft als auch dem privaten Häuslebauer.

Der Ausbau der Infrastruktur, zum Beispiel der Bau der Gesamtschule, des neuen Krankenhauses, neuer Straßen und Kanäle und vor allem die Innenstadtsanierung in den 80er-Jahren wurden mit Darlehen der Sparkasse ermöglicht. Dabei handelte sie nach dem Grundsatz: „Ihre Sparkasse - unsere Sparkasse".

1987 war ein ganz wichtiges Jahr: Die neue Hauptstelle, Im Stift 12, wurde eröffnet. Auch beim Bau der neuen Geschäftsstelle blieb die Sparkasse ihren Grundsätzen treu. Sie förderte das Gemeinwohl und die heimische Wirtschaft, indem Bauaufträge überwiegend an Fröndenberger Unternehmen erteilt wurden. 60 Firmen waren am Bau beteiligt. Am Montag, 30. November 1987, wurde die neue Sparkasse offiziell eröffnet. Durch den Umzug ins Sanierungsgebiet leistete die Sparkasse einen wesentlichen Beitrag zur Stadtentwicklung.

Im Jahr 1998 wurde die Hauptstelle durch umfangreiche Umbaumaßnahmen erheblich aufgewertet, ebenso die Geschäftsstelle in Ardey. Vor noch nicht allzu langer Zeit, im November 2000, erfolgte eine Modernisierung der Geschäftsstelle in Warmen. Im September 2001 feierte die Sparkasse die Eröffnung der neu gebauten Geschäftsstelle in Langschede. Dabei wurde modernste Selbstbedienungstechnik installiert.

2001
Die Sparkasse bereitet sich selbst und die Sparkasse auf die Einführung des Euros vor. Zahlreiche Informationsveranstaltungen bei unterschiedlichen Institutionen finden starkes Interesse. Im Dezember 2001 erfolgt die Ausgabe der StarterKits (Haushaltsmischungen).

2002
Die Euro Einführung beginnt. Am 01. Januar 2002 werden die Fröndenberger Einzelhändler mit Bargeld ausgestattet.
Am 14. Juni 2002 feiert die Sparkasse Fröndenberg ihr 150-jähriges Jubiläum. Der Festakt wird in der Festhalle auf der Hohenheide gefeiert. Das Rahmenprogramm bildet das Varietee der Gesamtschule Fröndenberg. Auf der Veranstaltung werden langjährige Mitglieder des Verwaltungsrates ausgezeichnet. Eine Jubiläumszeitung und eine Jubiläumsmedaille werden aufgelegt. Im Juli 2002 erfolgt die Renovierung des Denkmals von Sparkassengründer Pfarrer Overbeck.

2006
Autogrammstunde mit Erik Zabel am 06.05.2006 in der Hauptstelle der Sparkasse Fröndenberg.

2007
Im April 2007 beginnt der Umbau der Hauptstelle. Die Renovierungsarbeiten sind im Juli 2007 abgeschlossen.
Am 20. Dezember 2007 wird eine Sparkassenstiftung (Bürgerstiftung) gegründet. Das Gründungskapital beträgt 100.000 EURO.

2008
Der Vorstandsvorsitzende Hans-Josef Stahlschmidt geht nach 46-jähriger Tätigkeit in der Sparkassenorganisation in den Ruhestand. Petra Otte ist seit dem 01.07.2008 neue Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Fröndenberg.

2011
Die SB-Filiale in Westick zieht von der Annette-von-Droste-Hülshoff-Str. in die Westicker Str. 27.

2012
Die Sparkasse Fröndenberg feiert in diesem Jahr ihr 160jähriges Bestehen. Zu diesem Jubiläum  wird ein Spendenbetrag in Höhe von 5.000,- Euro ausgelobt. 160 repräsentativ ausgewählte Kunden entscheiden darüber, welcher Verein das Geld bekommt. Der Verein mit den meisten Stimmen erhält 3.000,- Euro. Der 2. Preis ist mit 1.500,- Euro honoriert und der Drittplatzierte bekommt 500,- Euro.

2015
30. März 2015: Die Filiale in Ardey wird zur SB Filiale umgewandelt. Die Geschäftsstelle in Warmen wird geschlossen.

2016
Am 27. Februar 2016 wird der Geldautomat in der Geschäftsstelle in Ardey gesprengt und nicht mehr in Betrieb genommen.

Im April 2016 nimmt die Sparkasse Fröndenberg Sondierungsgespräche mit anderen Sparkassen auf.

Am 01.01.2017 fusioniert die Sparkasse Fröndenberg zur Kreis- und Stadtsparkasse Unna-Kamen Zweckverbandssparkasse des Kreises Unna, der Kreisstadt Unna, der Stadt Kamen, der Stadt Fröndenberg und der Gemeinde Holzwickede

 
 
 
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